Bayrischer Wirtschaftstag 2026: Forderung nach weniger EU-Hürden
Beim Bayrischen Wirtschaftstag 2026 in Passau habe ich gemeinsam mit Ernst Mayr (Fussl Modestraße) gegenüber EU Parlamentarier Manfred Weber eine klare Botschaft formuliert: Der EU Binnenmarkt braucht weniger nationale Sonderregeln, schnellere Entscheidungen und faire Wettbewerbsbedingungen.
Herr Manfred Weber, EU-Parlamentarier der stärksten Fraktion in Europa wurde gebeten, sich für den Abbau länderspezifischer Vorgaben und die Stärkung des EU-Binnenmarktes einzusetzen. Weiters die Abgaben und Regulative für Import-Produkte, speziell aus Asien entsprechend zu exekutieren. Dabei wurde Herr Weber auch mit konkreten Beispielen aus der real gelebten Wirtschaft konfrontiert: wonach u.a. für ein in Europa entwickeltes und produziertes funktechnisches Gerät alle 27 EU-Staaten einzeln eine formale Zustimmung in deren Landessprache zu beantragten ist. Wir müssen innerhalb Europas schneller bei den notwendigen politischen Rahmenbedingungen für Megatrends werden und den Unternehmen den Freiraum für das Leben einer global wettbewerbsfähigen Fehlerkultur geben.
Eine Studie (Prof. Dr. Häussler) der Universität Passau belegte, dass in den USA rund 23% der öffentlichen Beschaffung an KMUs vergeben werden. Etwas Vergleichbares gibt es in Europa nicht. Dazu kommen aufgrund der europäischen Fragmentierung Mehrkosten von bis zu 45 % bei Waren und 110 % bei Dienstleistungen. Dagegen muten Trumps Zölle mit 15% geradezu günstig an.
Unser Appell: Europa muss wirtschaftspolitisch schneller, mutiger und unternehmerfreundlicher werden, um global konkurrenzfähig zu bleiben.



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